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Wandernde Himmel | Rezension

Das Buch:

*Rezensionsexemplar

Titel: Wandernde Himmel
Autor: Hao Jingfang
Verlag: Rowohlt
Erschienen: 2018
Seiten: 752
Klappentext:
Zwei Gesellschaften und eine große Frage: Wie wollen wir leben?
2096: Die Erde hat eine Kolonie auf dem Mars gegründet, um neuen Lebensraum zu erschließen. Doch die will unabhängig sein: Während die Mars-Bewohner den Raubtierkapitalismus der Erde verdammen, halten die Erdenmenschen den Roten Planeten für ein System unkontrollierter Alleinherrschaft. Zur Verständigung zwischen den Völkern sendet der Mars hundert Jahre später einige Jugendliche auf die Erde – darunter auch die kürzlich verwaiste Luoying, eine Enkelin des Mars-Machthabers. Ihr Bruder bleibt zurück. Fünf lange Jahre dauert es, bis die nun erwachsene Frau den loyalen und erfolgreichen Rudy in der roten Heimat wiedersieht. Die Weltenwanderin Luoying muss sich entscheiden: für oder gegen das starre System – mit möglicherweise tödlichen Konsequenzen nicht nur für sie selbst. 


Meine Meinung:

Als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, war ich schon wegen dem Cover hin und weg und dann klang auch noch der Klappentext so spannend. Ich hatte das Buch dann direkt angefragt, aber keine Antwort erhalten, weswegen ich schon nicht mehr mit dem Buch gerechnet habe, aber als dann das Paket von Rowohlt kam, habe ich mich sehr gefreut. Zurecht, wie ich jetzt sagen kann.
Das Buch ist in drei Teile geteilt.
Im ersten Teil kommen die Austauschschüler von der Erde zurück und die interplanetare Messe findet auf den Mars statt, weswegen auch einige Erdbewohner ankommen. Den ersten Teil fand ich sehr interessant, weil dabei beide Planeten und ihre unterschiedlichen Systeme vorgestellt wurden.
Worum es im zweiten und dritten Teil geht, werde ich an dieser Stelle nicht sagen, um nicht zu spoilern. Was ich aber sagen kann, ist, dass der zweite Teil einige längen hatte, während das Buch im dritten Teil zu einer dieser Bücher wurde, die man nicht aus der Hand legen will. Allerdings sind die Längen im zweiten Teil alles andere als unnötig und von daher auch völlig okay.
Im Allgemeinen fand ich die Konflikte zwischen den Planeten, den unterschiedlichen Systemen und den Menschen, die unterschiedlich Ansichten vertreten sehr interessant. Ein weiterer Aspekt, der mir sehr gefallen hat, ist die Kritik, die die Autorin immer wieder in ihren Roman einbaut, da sie nicht nur auf verschiedene Ideale anspielt, sondern auch auf unser heutiges System und die Menschheit generell.
Das Ende war mäßig zufrieden stellend. Es war zwar nachvollziehbar, aber ich hätte mir etwas anderes, größeres erwartet.
Luoying mochte ich als Protagonistin sehr. Ihre Zwiegespaltenheit war sehr realistisch und auch ihre anderen Eigenschaften haben sie für mich sehr sympathisch gemacht. Vor allem mochte ich, dass sie ihre Ideale verfolgt, aber nicht zu verbissen ist und sich auch belehren lässt.
Igor fand ich auch sehr interessant, da er von Anfang an ein Ziel hat, das er verfolgt, aber ich fand es schade, dass er nur im ersten Teil wirklich vorkam.
Auch ansonsten sind die anderen Charaktere gut durchdacht und haben ihre eigenen Geschichten, Träume und Päckchen zu tragen.

Fazit:

Zusammenfassend kann ich „Wandernde Himmel“ an jeden Science Fiction Fan weiterempfehlen, allerdings sollte man sich auch für Politik interessieren, da sie thematisch einen sehr großen Platz einnimmt und man sich ansonsten an manchen Stellen langweilen könnte.

Bewertung: 4,5/5

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