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Tigerstreifenhimmel | Rezension

Letzten Monat hat mich die liebe Ronja Delahaye angeschrieben und gefragt, ob ich ihren Roman „Tigerstreifenhimmel“ rezensieren möchte und da habe ich liebend gerne zugesagt.

Das Buch:

Titel: Tigerstreifenhimmel
Autor: Ronja Delahaye
Verlag: / (Selfpublisherin)
Seiten: 362
Erscheinungsjahr: 2018
Klappentext:
»Okay, es ist wie bei Schrödingers Katze. Es ist möglich und nicht möglich, dass es da jemanden gibt, den ich dummerweise nicht mehr vergessen kann.« Das sagt Rike zu ihrem besten Freund, nachdem sie dessen Schwester Camila kennengelernt hat. Seitdem geht sie ihr nicht mehr aus dem Kopf. Camila ist überall – in ihren Gedanken, ihren Träumen und irgendwann steht sie sogar unerwartet einfach vor ihr. Von einer Peinlichkeit stürzen sie in die nächste, bis sie sich schließlich darauf einigen, einfach nur miteinander ins Bett zu gehen. Wochen vergehen und was eigentlich nur eine kleine Ablenkung sein sollte, wird zu etlichen gestohlenen Stunden. Schon bald gelingt es ihnen nicht mehr, ihre Gefühle füreinander zu verbergen – Doch keine von ihnen ist sich sicher, wo das hinführen soll. 


Meine Meinung:

Die Protagonisten Rike und Camila erzählen abwechselnd die Geschichte, wobei Rike beginnt.
Ihr bester Freund ist Camilas Bruder, Rafael, der Krebs hat und regelmäßig von Rike im Krankenhaus besucht. Die Freundschaft zwischen den beiden wirkt echt und tief, was mir sehr gut gefällt, aber auch sonst ist Rafael ein interessanter, lustiger und sympathischer Nebencharakter.
Eines Abends erwischt Rike Camila beim sprayen von Graffitis, was dafür sorgt, dass die beiden ins Gespräch kommen und von da an geht Camila Rike nicht mehr aus dem Kopf. Rike ist leibhaftiger Nerd, was dafür gesorgt hat, dass ich mich sehr gut mit ihr identifizieren kann. Außerdem auch ihre Art alles, was passiert mehrfach zu durchdenken, in manches viel zu viel reinzuinterpretieren und nicht alles zu sagen, was sie denkt, sind Punkte, die ich nachvollziehen kann.
Camila versteckt sich hinter ihrem Badgirl-Image, das Dank Rike abzubrechen droht. Camila hat einen ausgeprägten Beschützerinstikt, was sich nicht nur in ihrem Verhalten gegenüber Rike, bei ihrem zweiten Treffen zeigt, sondern auch darin, dass sie alles dafür tut, um Rafaels Krankenhausaufenthalt bezahlen zu können. Nicht nur das macht sie sympathisch, auch ihr Humor und einfach ihr gesamter Charakter.
Somit sind die Charaktere alle gut gelungen.
Der nächste wichtige Teil eines Buches ist die Geschichte und auch die ist erste Klasse. Ausnahmsweise ist es auch kein hin und her, wie bei so vielen anderen Liebesgeschichten, sondern ein natürliches und langsames aufeinander Zukommen von zwei Personen, die negative soziale Erfahrungen gemacht haben, was das Buch sehr angenehm zu lesen macht. Des weiteren lässt auch Ronjas Schreibstil ein flüssiges und angenehmes Lesen zu.

Fazit:

Zusammenfassend ist „Tigerstreifenhimmel“ ein wunderbarer LGBT+ Roman, den ich nur weiterempfehlen kann, wenn man sich auf liebenswerte Charaktere, super süße Momente und ei Herzschmelzgefühl freuen will.

Wertung:5/5



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