Scham Rezension
Rezension

Scham – Inés Bayard

Auf „Scham“ war ich schon gespannt seit Charlotte es mir auf der Frankfurter Buchmesse 2019 vorgestellt hat. In dem Buch geht es um sehr schwerwiegende Themen wie Vergewaltigung, dennoch hatte ich nicht erwartet, dass es mich so sehr mitnehmen würde.

Das Buch:

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Scham RezensionTitel: Scham
Autorin: Inés Bayard
Verlag: Hanser
Erschienen: 17.02.2020
Seiten: 227
Klappentext:
Maries Leben ist perfekt. Sie ist jung und erfolgreich, ihr Mann ist Anwalt, jetzt wollen die beiden ein Kind. Da passiert das Unfassbare. Marie wird von ihrem Chef auf dem Heimweg brutal vergewaltigt. Und er setzt sie so unter Druck, dass sie niemandem, nicht einmal ihrem Mann, davon erzählt. Die junge französische Autorin Inès Bayard lässt in ihrem eindrucksvollen Debütroman keinen Zweifel: an dem, was geschehen ist, und daran, dass Marie keine Schuld trifft. Und doch müssen wir zusehen, wie Marie der Moment, in dem sie noch Hilfe suchen könnte, entgleitet, wie sie vom Opfer zur Täterin wird … „Scham“ ist ein emotional fesselnder Roman, ein Leseereignis, dem man sich nicht entziehen kann.

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Meine Meinung:

„Scham“ nimmt schnell fahrt auf. Kurz lernt man Maries altes, normales Leben kennen, doch dann geschieht schon das einschneidende Erlebnis der Vergewaltigung. Die Beschreibungen in dieser Situation sind sehr genau. So dass mir richtig schlecht beim Lesen wurde. Dieser sehr direkte und beschreibende Schreibstil zieht sich durch das ganze Buch. Dieser Schreibstil macht das Buch auch nochmal ein ganzes Stück krasser, als es sowieso schon ist. Dieses Buch ist eines der wenigen, die meine Stimmung nachhaltig beeinflussen konnten. „Scham“ hat es geschafft, dass ich jedes Mal, wenn ich das Buch weggelegt habe, immer noch in einer schlechten Stimmung war.

Nach der Vergewaltigung nimmt Maries Lebensqualität immer mehr ab. Man kann beobachten, wie die Vergewaltigung Marie auffrisst, aber was fast noch schlimmer wirkt, ist, dass sie daraus ein Geheimnis macht und mit niemanden darüber redet und auch nicht will, dass es jemand mitbekommt. Es wirkt so als wäre das fast noch schlimmer für sie gewesen. Also insofern, dass es vor allem auch der Druck war das Geheimnis zu bewahren, was sie fertig gemacht hat.

Im Verlauf des Buches spitzt sich die Situation zu und es wird immer spannender, auch wenn einem das Ende am Anfang schon angeteasert wird.

Fazit:

„Scham ist definitiv nichts für einen, wenn man sehr sensibel bei diesem Thema ist oder auch sehr schwache Nerven hat. Vielleicht sollte man sich also zweimal ob man dieses Buch wirklich lesen möchte. Es lohnt sich aber wirklich. Dieses Buch ist eine Erfahrung an sich, da es die Fähigkeit hat einen richtig zu schockieren.

Bewertung: 5/5

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