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Sarah Stoffers Interview | Berlin – Rostiges Herz Blogtour

Im Rahmen unserer „Berlin – Rostiges Herz“ Blogtour hatte durfte ich der Autorin Sarah Stoffers ein paar Fragen stellen. Dieses Interview darf ich euch heute endlich präsentieren und am Ende habt ihr auch noch die Chance etwas zu gewinnen.

Das Interview mit Sarah Stoffers

Wieso hast du dich dazu entschieden ein Buch im Steampunkstil zu schreiben?

 Meine drei liebsten Genres sind Fantasy, History und Science Fiction. Steampunk vereint all das. Einerseits kann ich mich beim Flair einer vergangenen Epoche bedienen, der Jahrhundertwende und den zwanziger Jahren, andererseits darf ich aber auch mit Zukunftsvisionen spielen und verrückte Erfindungen und Magie einbauen. Dieser Mix gefällt mir sehr gut.

 Auf deiner Website steht, dass du schon als Kind schreiben wolltest. Wie war es dann als du endlich deinen ersten Roman in den Händen halten konntest?

 „Wainwood House – Rachels Geheimnis“ kam ein, zwei Tage früher in die Buchhandlungen als erwartet. Als ich von meiner Tante das erste Foto geschickt bekam, bin ich direkt danach in den nächsten Buchladen gerannt. Mein Roman lag dort schon aus und ich hielt ihn zum ersten Mal in der Hand. Das war ein sehr besonderer Moment, stark genug für einen Patronus.

 Ich hab gelesen, dass du sehr gerne Pen and Paper Rollenspiele spielst, was wir im Freundeskreis auch sehr gerne tun. Was für Rollen spielst du denn dabei am liebsten?

 Ich habe eine Vorliebe für Charaktere mit verrückten, liebenswerten Schwächen. Ich spiele zum Beispiel einen Halb-Ork, der ein Paladin des Friedens ist. Ironischerweise ist er auch der stärkste Krieger der Gruppe, er will nur lieber stricken als kämpfen. Ein anderes Beispiel war ein Blutmagier, der kein Blut sehen konnte, ohne in Ohnmacht zu fallen. Zum Glück ticken meine Mitspielerinnen sehr ähnlich.

 Meine aktuelle Lieblingsfrage: Plottest du deine Geschichten? Und wenn ja wie?

 Als ich anfing, war ich eine reine Drauf-los-Schreiberin. Das kann auch klappen und führt oft zu spannenden Ergebnissen. Allerdings entwerfe ich inzwischen ein grobes Gerüst. Ich kenne vor der ersten Seite die wichtigsten Figuren und die größten Konflikte. Anfang, Wendepunkte und Ende stehen grob fest. Dazwischen hängen ein paar lose Ideen, die sich beim Schreiben auch noch verändern können. Beim Plotten rede ich gern mit Freund*innen über Ideen. Es hilft mir, erste Einfälle auszusprechen und gemeinsam weiterzuspinnen. Erste Notizen entstehen handschriftlich, weil sich das persönlicher anfühlt. Für die genauere Planung benutze ich zum Beispiel Trello oder das Schreibprogramm Papyrus. Und ich schreibe immer ein Exposé. Das bedeutet, dass ich den ganzen Roman auf wenigen Seiten skizzieren muss. Dabei merkt man zwangsläufig, wo die Handlung noch Löcher hat. Die müssen nicht alle sofort gestopft werden, aber es hilft mir, meine Baustellen zu kennen.

 Wie schwer ist dir eigentlich das World Building in Berlin Rostiges Herz gefallen?

 Ich liebe World Building. Es ist wie ein Eintauchen in eine völlig andere Welt, die ich frei gestalten kann. Oder so frei, wie es die dort geltenden Naturgesetze eben erlauben, denn natürlich muss auch eine magische Welt immer in sich logisch bleiben. Wie viele Autoren bediene ich mich bei historischen Vorbildern, in meinem Fall sind das die 20er Jahre in Berlin. Das macht es den Leser*innen leichter, sich in meiner Welt zurechtzufinden, denn sie ist ihnen zumindest in Teilen bekannt. Durch den Mix mit einer Zukunftsversion und Magie kommt meine eigene Note hinzu. Am liebsten mag ich es, mir für mein World Building Details auszudenken, wie Glühlichter für die Beleuchtung oder Kobolde als Bewohner der Kanalisation.

Was ist denn dein Lieblingsbuch aus dem Amrun Verlag?

 Ich bin ein großer Fan von Susanne Pavlovic. Von ihren Abrantes-Romanen mag ich den „Sternenritter“ und die „Herren von Nebelheim“ am liebsten. Also, die beiden Bände mit den stärksten zwischenmenschlichen Entwicklungen. Aber ich habe auch „Keine Helden – Piraten des Mahlstroms“ von Nils Krebber unglaublich gern gelesen.

 Werden noch mehr Bücher von dir im Amrun Verlag folgen oder was ist demnächst so geplant?

 Es ist noch nichts spruchreif, aber die Pläne nehmen langsam Gestalt an.

 Kannst du schon mehr über dein nächstes Projekt verraten?

 Ich möchte noch ein bisschen im zweiten Zeitalter bleiben. Es ist ja  noch nicht klar, wohin Ling verschwunden ist. Oder was aus dem Archiv wird. Diese Fragen beschäftigen Mathilda und Fidelio. Und gerade ist in der Anthologie „Aeronautica – Logbuch der Lüfte“ eine Kurzgeschichte aus dem zweiten Zeitalter erschienen. Sie ist zeitlich vor „Berlin: Rostiges Herz“ angesiedelt und greift zwei Nebenfiguren auf. Luise Huber und Ernst Meindl legen sich mit der Zuckermafia an.

Vielen Dank für das schöne Interview.

Das Gewinnspiel:

Das war dann auch schon das Interview mit Sarah Stoffers. Ich hoffe, dass es euch gefallen hat. Ihr habt noch die Chance eines von zwei Taschenbüchern und einem Ebook zu gewinnen (mehr Infos zum Buch). Dafür könnt ihr bei jedem von uns ein Los sammeln, in dem ihr die jeweilige Frage beantwortet.

Meine Frage: Welche Frage hättet ihr Sarah Stoffers noch gestellt?

Der Tourplan:

01. 07 Claudis Gedankenwelt

02. 07 Andersleser

03. 07 Janas kleine Ecke

04.07 Zeilenfluch

05.07 Justine Wynne Gacy

 

 

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