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Marie | Rezension

Das Buch:

„Marie“ wurde mir vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
Titel: Marie
Autor: Steven Uhly
Verlag: btb 
Seiten: 272
Erscheinungsjahr: 2018
Klappentext:
Der zwölfjährige Frido erzählt seiner kleinen Schwester Chiara eine aufwühlende Gutenachtgeschichte. Sie handelt von einem alten Mann, der ein Baby stiehlt. Als Chiara kurz darauf ihrer Mutter davon erzählt, reagiert diese schockiert. Im Affekt schlägt sie ihre Tochter. Von diesem Moment an gerät die kleine Familie aus dem Gleichgewicht. Veronika Kelber reibt sich auf zwischen ihrem Leben als Alleinerziehende und dem Anspruch, eine gute Mutter zu sein. Und dann ist da noch der Schmerz einer unsichtbaren Wunde, Schuldgefühle und die Erinnerung an ein furchtbares Versagen…

Meine Meinung:

Vorab muss ich zugeben, dass „Marie“ ein Buch ist, bei dem ich mal wieder erst nach dem Lesen gemerkt habe, dass es ein zweiter Band ist. Der erste Band ist unter dem Namen „Glückskind“ erschienen. Deshalb kann ich aber auch sagen, dass man „Marie“ lesen kann, ohne „Glückskind“ gelesen zu haben, da man die Geschichte dennoch versteht und sie wahrscheinlich sogar noch spannender ist, weil man dann ja die Vorgeschichte nicht kennt.
An den Schreibstil des Autors musste ich mich erst gewöhnen, da er eher distanziert ist und sehr individuell, aber gerade das individuelle an dem Schreibstil mochte ich, weil es mal was anderes ist und perfekt zur Geschichte passt.
Die Charaktere sind alle gut ausgearbeitet. Die drei Kinder sind halt Kinder, die unterschiedlich mit der familiären Situation umgehen, bis auf Frido, da er die Rolle des Erwachsenen im Haushalt übernehmen muss, da seine geschiedene Mutter psychisch relativ instabil ist und zudem ein schwieriges Verhältnis zu ihrer jüngsten Tochter hat.
Auch ihr Vater ist kein wirklich guter Vater. Er hat seine Lieblinge unter seinen Kindern und verhält sich ihnen gegenüber auch sehr distanziert. Zudem ist seine Frau sehr egoistisch und möchte offensichtlich nichts mit den anderen Kindern ihres Mannes zutun haben.
Ansonsten möchte ich noch sagen, dass ich dieses Buch an einem Tag durchgelesen habe, was sehr selten vorkommt. Dementsprechend hat mich diese Geschichte fasziniert. die ganze Zeit wollte ich wissen was passiert ist, wie alle Beteildigten mit der Situation umgehen und wie sich sich weiter entwickeln.

Fazit: 

Zusammengefasst gehört „Marie“ schon jetzt zu meinen Jahreshighlights, weshalb ich es uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Steven Uhly hat einen unfassbar traurigen, berührenden und emotionalen Roman geschaffen, den ich nur mit 5/5 bewerten kann.

Bewertung: 5/5


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