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LGBT+ nur Own Voice?

Wer sich ein wenig in der Buchcommunity rum treibt, wird in letzter Zeit sicherlich öfter auf einen Begriff gestoßen sein – LGBT+. Doch was heißt das eigentlich? LGBT+ steht für lesbian, gay, bisexuell, transgender. Mittlerweile gibt es immer mehr Bücher, die sich mit Charakteren aus der LGBT+ Community beschäftigen und obwohl es mich selbst nicht betrifft, finde ich es sehr wichtig, dass das so ist. Allerdings gibt es Leute, die der Meinung sind, dass die Autoren für diese Bücher „Own Voice“ sein müssen, also selbst betroffen sein müssen. Allerdings denke ich das jeder darüber schreiben kann, ob das Ergebnis gut ist, ist dann aber vom Buch abhängig. Im folgenden möchte ich euch erklären, warum ich das so sehe.
Zunächst einmal schaffen Bücher Vorbilder und machen Mut und das nicht nur in der Hinsicht auf Sexualität. Ich kenne es nämlich auch von mir selbst, dass Bücher mir erst nochmal etwas zeigen müssen, was ich schon weiß, wie zum Beispiel, dass es okay ist man selbst zu sein. Manchmal fehlt einem einfach der Mut, die letzte Anstoß oder das Vertrauen in sich selbst. Bücher können diese Dinge schaffe. Sie zeigen einem, dass man nicht alleine ist.
Außerdem können die Bücher auch Verständnis schaffen, da es kein anderes Medium gibt, dass so gut Gefühle und Gedanken beschreiben, wie ein Buch. So können auch Leute, die vorher beispielsweise kein Verständnis für Schwule hatten, erkennen, dass sie im Grunde die gleichen Emotionen und Gedanken haben wie Heterosexuelle oder Leute jeder anderen Sexualität mit dem eigentlich unwichtigen Unterschied, dass sie Männer lieben.
Um diese Effekte zu erreichen, braucht es möglich viele LGBT- Romane, damit eine große Vielfalt besteht und möglichst viele Leute durch die Bücher angesprochen werden. Natürlich kennen Betroffene ihre Gefühle am besten, aber den wichtigsten Teil – Die Liebe und ein häufiges Element -Selbstzweifel – kennt jeder von uns, denn Liebe ist Liebe. So, wie nicht jeder Mann nicht die gleiche Frau lieben muss, muss auch nicht jeder das gleiche Geschlecht lieben. Außerdem muss das Buch eines Betroffenen nicht unbedingt besser sein, da es manchen Leuten einfach mehr liegt eine Geschichte zu Papier zu bringen und anderen eben weniger. Zudem liegt auch ein Vorteil für die Own Voice Autoren darin, denn wenn es mehr Bücher eines Genres gibt, liegt da natürlich eine größere Aufmerksamkeit drauf. Generell finde ich es auch nicht sinnvoll zu sagen, dass man nur über das schreiben darf/kann was man selbst erlebt hat, da dann die Literaturwelt sehr einseitig wäre.
Literatur hat die Macht Verständnis für die unterschiedlichsten Dinge Verständnis zu schaffen, wieso sollte man das einschränken, indem man Autoren vorschreibt, worüber sie schreiben dürfen und worüber nicht?
Was ist eure Meinung zu dieser Diskussion?

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