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Glückskind | Rezension

Das Buch:

*Rezensionexemplar

Titel: Glückskind
Autor: Steven Uhly
Verlag: btb (random house)
Erschienen: 2014
Seiten: 288
Klappentext: 
Deutschland 2012. »Warum war ich überhaupt so, wie ich war?«, fragt sich Hans D. Jahrelang hatte er keine Fragen mehr. Im Gegenteil, er war kurz davor, fraglos aufzugeben. Und dann? Dann bringt er den Müll hinunter, geht zu den Tonnen, findet im Müll ein Kind. Es beginnt ein berührender Prozess über die Entscheidung, was geschehen muss. Das Kind behalten, es verbergen? Und die Mutter? Eine Mordanklage zulassen, wider besseres Wissen? Was ist gerecht? Wie handeln? Am Ende der Geschichte sind die Dinge neu geordnet. Ein Kind wird überlebt haben, und mit Hans D. werden wir wissen, dass Liebe der Schlüssel ist für Erkenntnis, Veränderung, ein gutes Leben.

Meine Meinung:

Während ich den zweiten Teil ,“Marie“, in einem durchgelesen und super gut fand, muss ich sagen, dass das beim ersten Teil, „Glückskind“, den ich als zweites gelesen habe, ganz und nicht der Fall war. 
Dieses Mal fand ich den Schreibstil sehr anstrengend, weil beinahe jeder Satz mit Er, Sie oder den jeweiligen Namen beginnt. 
Auch die Story war in diesem Teil schwächer, da ich finde das die falschen Stellen zu lang sind und vor allem das Ende, also die Gerichtsverhandlung, die nur kurz zusammengefasst wird, viel zu kurz kommt und auch die Entwicklung von Hans, der aussieht wie ein Obdachloser und eine unaufgeräumte Wohnung hat zu Hans, der gepflegt aussieht und eine ordentliche Wohnung hat, geht für mich zu schnell. Währenddessen ist der Mittelteil, in dem Hans neue Freunde und Verbündete findet und sich mit seiner Vergangenheit auseinander setzt eher langweilig und sehr langwierig.
Allerdings hat mir die Story an sich dennoch gefallen, auch wenn sie nicht mit der vom zweiten Band mithalten kann, gut gefallen, weil ich viel aus dem Buch mitnehmen konnte. Unter anderem, dass es manchmal nur einen Auslöser brauch um ein ganzes Leben positiv zu verändern und das man Freunde auch da findet, wo man sie nicht erwartet. 
Die Charaktere fand ich ebenfalls im zweiten Band interessanter, da es dort um die Kinder geht, aber auch die Charaktere waren interessant. 
Hans macht während des Buches eine große Wendung durch, was in so interessant macht und auch die Tarsis, Hans Nachbarn, sind durch ihre Herzlichkeit wunderbare und sympathische Charaktere. Allerdings fand ich den Lotto-Totto-Laden Besitzer Herrn Wenzel eher nervig und erst zum Ende sympathisch.

Fazit:

Alleine wegen des zweiten Bandes lohnt es sich „Glückskind“ zu lesen. Zu dem ist es eine berührende und emotionale Geschichte über das Scheitern, Freundschaft, Familie und Gutes tun. Ich werde mir auf jeden Fall auch noch die anderen Bücher des Autors anschauen und hoffen, dass die Satzanfänge da abwechslungsreicher sind. 

Bewertung: 3,5/5

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